

Was für ein besonderer Konzertabend! Beim 32nd Annual German-American Orchestra Exchange Concert standen das McLean High School Orchestra und das Detmold Jugendorchester gemeinsam auf der Bühne – ein beeindruckendes Zeichen für musikalische und kulturelle Verbundenheit über Kontinente hinweg.
Unter der Leitung von Starlet Smith und Florian Wessel entstand ein Programm, das kaum vielfältiger sein könnte: Von der „Rosamunde“-Ouvertüre von Franz Schubert über die gefühlvolle „Romance No. 2“ von Ludwig van Beethoven – brillant interpretiert von der Solistin Victoria Glass (Violine) – bis hin zu den mitreißenden Ungarischen Tänzen von Johannes Brahms.
Nach der Pause spannte sich der Bogen weiter über große Klassiker der amerikanischen Musikgeschichte: „My Fair Lady“, „West Side Story“ und „Grease“ brachten Broadway-Feeling in den Konzertsaal, bevor mit „The Stars and Stripes Forever“ von John Philip Sousa ein kraftvoller und festlicher Abschluss gelang.
Gerade diese Mischung aus europäischer Klassik und amerikanischer Unterhaltungsmusik macht den besonderen Reiz dieses Austauschs aus – Musik als gemeinsame Sprache, die verbindet, begeistert und Brücken baut.
Ein unvergesslicher Abend, der einmal mehr zeigt, wie wertvoll und lebendig diese Partnerschaft ist. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Kapitel – dann wieder auf deutscher Bühne! 🎼
#GermanAmericanExchange #OrchestraLife #YouthMusic #CulturalExchange #LiveConcert

@2026-03-25
@2025-12-31

Die Spannung steigt: Morgen ist es endlich so weit! Gemeinsam mit dem Orchester der McLean High School Orchestra werden wir unser großes Konzert hier in Washington geben. Die Vorfreude ist riesig – nicht zuletzt, weil viele besondere Gäste erwartet werden: Freundinnen und Freunde aus Washington, die diesen Austausch teilweise schon seit 1994 begleiten, sowie Verwandte unserer Schülerinnen und Schüler, die in den USA leben. Ein echtes Highlight unseres Austauschs!
Zur Einstimmung startete der Tag heute früh mit einer intensiven Probe, bevor wir – ganz stilecht – mit einem amerikanischen Schulbus nach Mount Vernon gefahren sind, dem beeindruckenden Landsitz von George Washington. Die Anlage wirkt wie ein großes Freilichtmuseum, hat aber durch ihre Geschichte und die authentischen Orte eine ganz besondere Atmosphäre, die uns alle sehr beeindruckt hat.
Zurück an der Schule ging es direkt weiter mit der Durchlaufprobe – der letzte Feinschliff für den großen Auftritt. Morgen erwartet uns dann noch ein weiterer besonderer Programmpunkt: Nach einer kurzen Probe und Einblicken in den Unterricht fahren wir zur Deutsche Botschaft Washington, wo wir empfangen werden und ein kleines Mini-Konzert geben dürfen.
Danach heißt es: volle Konzentration auf das große Konzert am Abend. Die Aufregung ist spürbar, die Vorfreude noch größer – und wie es so schön heißt (leicht abgewandelt nach Barack Obama): This time flies!
Wir sind bereit – und freuen uns auf einen unvergesslichen musikalischen Abend.
#ConcertDay #StudentExchange #LiveMusic #WashingtonExperience #CulturalExchange 🎶

Auch die nächsten Tage unseres Austauschs an der McLean High School waren voller besonderer Eindrücke. Bei einer Schulführung konnten wir den amerikanischen Highschool-Alltag hautnah erleben – inklusive der berühmten gelben Schulbusse und beeindruckender Sporthallen direkt auf dem Schulgelände. Ein echtes Highlight: Kurz vor Unterrichtsbeginn sorgt Pop- und Rockmusik über die Lautsprecher für gute Stimmung und einen motivierenden Start in den Tag.
Besonders begeistert hat uns das starke Gemeinschaftsgefühl an der Schule. Die Schülervertretung organisiert regelmäßig kreative Aktionen: So gab es ein unterhaltsames „Schere, Stein, Papier“-Turnier, bei dem alle mit Ketten ausgestattet wurden und sich gegenseitig herausforderten – am Ende wurde der Gewinner vor der ganzen Schulgemeinschaft gefeiert. Noch actionreicher: Ein Spiel mit Wasserpistolen, bei dem Teilnehmende mit Schwimmflügeln ausgestattet sind und „getroffene“ Spieler ausscheiden. Wer nicht mitspielen möchte, trägt einfach eine Taucherbrille – ein ebenso kurioses wie lustiges Bild!
Neben dem Schulalltag stand auch ein politisches Highlight auf dem Programm: ein Besuch auf dem Capitol Hill in Washington. Dank einer Einladung des Senators aus Virginia Marc Warner erhielten wir eine exklusive Führung durch das Kapitol. Vorbei an langen Warteschlangen ging es direkt hinein – inklusive strenger Sicherheitskontrollen. Besonders eindrucksvoll war der Besuch des Debattiersaals im Repräsentantenhaus, wo wir einen direkten Blick auf den „Speaker’s Chair“ werfen konnten. Ein Erlebnis, das sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird.
Im Anschluss besuchten wir noch das National Museum of the American Indian, das sich intensiv mit der Geschichte und Kultur der indigenen Bevölkerung auseinandersetzt.
Nach so vielen Eindrücken durfte natürlich eines nicht fehlen: die gemeinsame Probe. Drei Stunden wurde konzentriert musiziert, bevor ein ereignisreicher Tag zu Ende ging.
Wir nehmen viele neue Eindrücke mit und freuen uns schon auf die kommenden Tage!

Orchesteraustausch in Washington – Ein gelungener Start
Kaum in Washington angekommen, ging es für unsere Schülerinnen und Schüler direkt weiter zur McLean High School – ohne Umwege, aber mit viel Vorfreude. Dort stand auch schon der erste große Programmpunkt an: die gemeinsame Probe mit unseren amerikanischen Partnerinnen und Partnern. Besonders schön war dabei nicht nur das musikalische Miteinander, sondern auch das herzliche Wiedersehen und Kennenlernen mit den Gastfamilien, die unsere Gruppe in beeindruckend großzügiger Weise aufgenommen haben.
Ein erstes Highlight folgte schon kurz darauf: Bei einer gemeinsamen Fahrradtour, die der Förderverein unterstützt hat, konnten wir Washington aus einer ganz besonderen Perspektive entdecken. Der Tag begann noch recht kühl, doch mit jedem Kilometer kam die Sonne mehr heraus – und schließlich zeigte sich die Stadt von ihrer schönsten, warmen Seite.
Im Anschluss ging es zurück in die High School, wo die Probenarbeit intensiv fortgesetzt wurde. Genau diese Mischung prägt nun unseren Alltag hier: musikalische Zusammenarbeit auf hohem Niveau, gemeinsame Erlebnisse und das Eintauchen in den amerikanischen Alltag.
Selbst der heutige Sonntag beginnt hier musikalisch – mit Proben am Morgen, gefolgt von vielfältigen Unternehmungen mit den Gastfamilien. Die Offenheit, Herzlichkeit und Großzügigkeit, mit der unsere Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden, ist wirklich bemerkenswert und macht diesen Austausch zu etwas ganz Besonderem.
Für unsere Schule hat diese Partnerschaft eine große Bedeutung – nicht nur musikalisch, sondern vor allem menschlich und kulturell. Das macht die Kulturstadt Detmold aus. Wir freuen uns darauf, in den kommenden Tagen noch mehr Eindrücke zu sammeln und bald weiter zu berichten.

Seit 1 ½ Jahren trifft sich unsere aktuelle Israel-AG zu Workshops zu den Themen 1700 Jahre jüdische Geschichte in Deutschland, Antisemitismus und die politische Situation in Israel. Diese Workshops sollen auf den anstehenden Austausch mit Schüler*innen unserer Partnerschule der Mor Highschool aus Modi'in-Maccabim Re'ut vorbereiten. Schon im September musste dieser Austausch aufgrund der politischen Situation entfallen, eine „Israel-Woche“ in Detmold und in Berlin führten wir dennoch mit unserer AG durch.
Da absehbar war, dass es auch im Februar nicht zu einer Begegnung kommen kann, planten wir auch für diese Zeit eine „Ersatzfahrt“, die uns vom 19.2. bis 22.2.2026 nach Hamburg führte. Sehr dankbar und erfreut waren wir über unsere zwei Begleiterinnen Joanne Herzberg und Petra Hölscher, deren Familien teils aus Hamburg stammen, und wir uns auf deren Spuren begeben konnten.
Angekommen im verschneiten Hamburg begaben wir uns am Donnerstag bei eisigen Minusgraden auf jüdischen Spuren der Vergangenheit und Gegenwart im Grindelviertel im Stadtteil Rothenbaum. Das Grindelviertel, im Volksmund auch „Klein-Jerusalem“ genannt, war zwischen 1871 und 1930 eines der drei Hauptwohngebiete der Jüdinnen und Juden in Hamburg. Bereits auf dem Weg zum Joseph-Carlebach-Platz fielen die vielen Spuren jüdischen Lebens auf, insbesondere die zahlreichen Stolpersteine, die in Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verlegt wurden. Am ehemaligen Platz der Bornplatzsynagoge, die während der Pogromnacht 1938 von den Nazis zerstört worden war, diskutierten wir über den geplanten Wiederaufbau der Synagoge und lernten unterschiedliche Meinungen diesbezüglich kennen. Weiterhin führte uns unser Rundgang zum Gebäude der früheren Talmud Tora Schule, in dem sich auch heute eine Schule befindet, über das Universitätsgelände hin zum Curiohaus-Haus. In diesem Gebäude fanden 1945-1949 ein Großteil der Kriegsverbrecherprozesse der britischen Zone statt, u.a. auch der Prozess gegen das Lagepersonal des KZ Neuengamme, unter denen sich auch Wilhelm Dreimann, der zuvor in Detmold gelebt hatte, befand. Beispielhaft schauten wir auf die Strafverfolgung von NS-Verbrechern, was wir in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme am Samstag vertiefen sollten.
Am Freitag durften wir in der Geschichtswerkstatt im Stadtteil Eimsbüttel mit Susanne Lohmeyer zum Thema Stolpersteine und Recherche und Aufarbeitung von Biographien ins Gespräch kommen. Am Beispiel der Lebensgeschichte von Margarethe und Martin Heynemann und Lizzi Silberberg (https://www.stolpersteine-hamburg.de/index.php?MAIN_ID=7&BIO_ID=2749), Petras Vorfahren, erläuterte sie den Weg der Recherchen, Begegnungen mit Nachfahren und Reisen an die Orte, samt Hindernissen und Schwierigkeiten. Sehr persönlich berichtete auch Petra von ihrer Begegnung und Umgang mit der Geschichte ihrer Familie. Damit auch wir einen Teil dazu beitragen können, dass diese und andere Geschichten nicht in Vergessenheit geraten werden, reinigten wir symbolisch die Stolpersteine und nahmen uns vor, die Namen und Geschichten nicht zu vergessen und weiterzuerzählen.
Nach diesem bewegenden Vormittag und anschließend ausreichender Freizeit, stand am Samstag ein mehrstündiger Workshop in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Fokus auf die Täterbiographie von Wilhelm Dreimann, die Strafverfolgung der Täter nach 1945 und die Erinnerungskultur an. Zunächst als Außenlager des KZ Sachsenhausen Ende 1938 in einer stillgelegten Ziegelei in Hamburg-Neuengamme errichtet, wurde Neuengamme 1940 zu einem eigenständigen Konzentrationslager, das bis 1945 als zentrales Lager Nordwestdeutschlands fungierte. Im KZ Neuengamme und den Außenlagern, die für Bauvorhaben und bei Rüstungsfirmen in Norddeutschland entstanden, mussten die Gefangenen schwerste Arbeiten für die Kriegswirtschaft leisten. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen waren extrem brutal. Insgesamt starben mindestens 42.900 Menschen im Hauptlager Neuengamme, in den Außenlagern oder während Todesmärschen bzw. durch Bombardierungen.
Den Abschluss unserer Reise bildete am Sonntag ein digitaler Stadtrundgang auf kolonialen Spuren in Hamburg mit der anschließenden Diskussion zum Wechselverhältnis zwischen Shoah- und Kolonialismuserinnerung und dessen Verortung in der deutschen Erinnerungskultur. Wir diskutierten die kontroversen Thesen der Singularität der Shoah und Kontinuität zwischen Kolonialismus und Shoah.
Müde, aber um viele Informationen und Denkanstöße reicher, endete die Reise am Sonntagabend am Detmolder Bahnhof.

Feuer frei!
Am 13.
März machte sich mit Amelie Waldow, Finn Busse, Evan Charter und Andreas Schulz
eine Gruppe von vier Mathe-begeisterten Schüler*innen gemeinsam mit Herrn
Hoffmann auf den Weg zur Universität Paderborn, um das Grabbe beim Náboj-Wettbewerb
zu vertreten.
Hierbei
handelt es sich um einen internationalen Wettbewerb für Schüler*innen, der sich
auf die Lösung mathematischer Probleme unter Zeitdruck konzentriert. Seinen
Ursprung hat dieser Contest in der Slowakei, daher der ungewöhnliche Name.
„Náboj“ leitet sich vom slavischen Wort für „Ladung“ oder „Patrone“ ab. Das ist
aber nicht martialisch gemeint, sondern soll die Dynamik des Wettbewerbs
widerspiegeln. Denn nur im schnellen und effizienten Zusammenspiel aller
Teammitglieder kann es gelingen, so viele Aufgaben wie möglich, und zwar ohne
Taschenrechner oder sonstige digitale Hilfsmittel, innerhalb der vorgegebenen
zwei Stunden zu lösen.
In
diesem Jahr fand der gedankliche Wettkampf, der in zahlreichen Ländern exakt am
selben Tag und zur selben Zeit startet, zum ersten Mal auch in NRW – und zwar
ausschließlich in Paderborn – statt. 21 Teams starteten dort in der Gruppe der
„Senioren“😊, die Schüler*innen der letzten beiden
Schuljahre umfasst. Hervorzuheben ist hierbei, dass Andreas Schulz als
Neuntklässler das Grabbe-Senioren-Team verstärkte, obwohl er eigentlich noch
bei den Junioren hätte antreten dürfen.
Der
Organisator für den Standort Paderborn, Prof. Dr. Martin Kolb von der dortigen
Fakultät für Mathematik, begrüßte zu Beginn die teilnehmenden Teams. Er
betonte, die Schüler*innen bekämen durch den Náboj-Wettbewerb einen ersten
Einblick in die Arbeitsweise im Studienfach Mathematik. Denn anders als der
landläufigen Meinung nach sei Mathematik eine höchstkommunikative und -kreative
Wissenschaft. So würden viele mathematische Forschungsprojekte nur im
Zusammenspiel mehrerer gemeinsam am Thema Arbeitender gelöst. Auch bei Náboj
gehe es in einem hohen Maße um gemeinsame Ideen und Einfallsreichtum, nicht so
sehr um in der Schule erworbene Fachkenntnisse.
Entsprechend
motiviert startete das Grabbe-Quartett in die zweistündige Wettbewerbsphase.
Als
nach Ablauf der Zeit allen „die Köpfe rauchten“, ging es als verdiente Stärkung
– die Mensa hatte leider schon geschlossen - zum Uni-nahen Fast-Food-Restaurant.
Mit
Spannung fieberte man anschließend der Verkündung der Ergebnisse und der
Siegerehrung entgegen.
Das Grabbe erreichte im
starken Teilnehmerfeld einen beachtlichen 8. Platz. Sieger bei den Senioren
wurde in Paderborn das Team des Maria-Wächtler-Gymnasiums aus Essen.
Alle
waren sich darin einig, dass der Wettbewerb eine lohnenswerte Erfahrung gewesen
sei. Das Arbeiten unter Zeitdruck und das unmittelbare Feedback zu den eigenen
Lösungen (Man bekam den nächsten schwereren Aufgabensatz erst, wenn die
vorherigen Aufgaben richtig waren.) spornte besonders an. Alle waren sich darin
einig, im nächsten Jahr unbedingt wieder teilnehmen zu wollen. Dann vielleicht
mit noch mehr Mathe-liebenden Grabbianer*innen.
Im
Folgenden noch eine kleine Kostprobe der Aufgabentypen. An dieser besonders vertrackten
Aufgabe hat sich unsere Gruppe die Köpfe zerbrochen. Leider konnten wir sie erst
– gemeinsam! - im Anschluss an den Wettbewerb korrekt lösen.