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Presse-Echo


"Joseph"-Premiere ein voller Erfolg
Schüler des Grabbe-Gymnasiums brillieren bei Musical-Aufführung

Detmold (kpa). Einen explosionsartigen Applaus und standing ovations bekamen am Dienstagabend die Mitwirkenden des Musicals "Joseph". In der voll besetzten Aula des Grabbe-Gymnasiums präsentierten Schüler und Schülerinnen bei der Premiere des Stücks ihr gesangliches und schauspielerisches Talent.


Sand, Palmen und die sengende Sonne - so sah das schlichte, aber wohl abgestimmte Bühnenbild aus, welches die Gymnasiasten für ihren Auftritt auf der Bühne geschaffen hatten. So unauffällig die Spielfläche auch war, die Darsteller überzeugten mit ihrer Stimmgewalt und hervorragender Mimik und Gestik jeden Besucher. Auch das Orchester, welches die verschiedenen Stile - von Jazz-Einlagen, über den 20er-Jahre-Musik bis hin zu Rock'n'Roll - zu einer musikalischen Einheit verschmolz, bot eine großartige Show.
Damit haben die Schülerinnen und Schüler des Grabbe- Gymnasiums das Musical "Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat" von Andrew Lloyd Weber brillant umgesetzt. Im Mittelpunkt der biblischen Geschichte steht Joseph, der von seinen elf Brüdern aus Neid an eine Karawane verkauft wird. Als Traumdeuter macht sich Joseph in Ägypten einen Namen und darf die Träume des Pharao deuten, was ihm Ruhm und Ehre bringt. Thema der Story ist Schuld und Vergebung, welche die Brüder am Ende erfahren, sodass einer Familienzusammenführung nichts mehr im Wege steht.
Am Tag der Premiere von "Joseph" hätte keiner der Besucher gedacht, dass es beinahe nicht zu der Aufführung gekommen wäre. Denn vor einigen Monaten sah es noch danach aus, als würde das Projekt an Zeitmangel scheitern. Bevor es aber so weit kam, nahmen drei Schüler das musikalische Vorhaben in die Hand und übernahmen die gesamte Organisation. Maximilian Weiß, Benedikt Brenk und Philipp Böing kümmerten sich seit Januar um alle Belange rund ums Musical - von der Einrichtung der Aula bis zur Regie.

Viel Energie und
Zeit investiert

Insgesamt rund 100 Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 13 haben an dem Stück gearbeitet und neben den schulischen Aufgaben viel Zeit und Energie in das musikalische Projekt investiert. "Manche Eltern sind in der Vorstellung, um endlich ihre Kinder zu sehen", scherzte deshalb Musiklehrer Udo Mönks, der den Schülern das Musical vorgestellt und die musikalische Leitung übernommen hatte. Bei den Schülern habe die packende Musik gezündet, so Mönks, der sich "hellauf begeistert" zeigte, die "tief greifende Idee herausgearbeitet" zu sehen. Die Zuschauer waren derselben Meinung und ließen den Beifall nach 90 spannenden Minuten nicht verhallen, sodass "Pharao" Jan Schönrock Mikrofonständer schwingend und "Joseph" alias Philipp Böing samt bunt besticktem Umhang eine Zugabe boten.
LZ vom 22.  März 2007