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Ein bisschen steckt er uns allen immer noch in den Knochen,
der lange
Tag gestern. Die Busfahrt nach Frankfurt verlief ja noch gemütlich,
für das Einchecken blieb Zeit genug, aber in Paris wurde es
ein
bisschen hektisch. Sofort am Flugzeug wurden wir von
Flughafenpersonal
abgefangen, denn alle, die Paris nur als Zwischenstation
nach Washington
benutzten, mussten in einem Eilmarsch der uns Kilometer lang
vorkam,
durch das Gebäude gelotst werden, um rechtzeitig den Flug
nach Amerika
zu erreichen. Dann 8 Stunden Flug, unter uns nichts zu sehen
als
langweilige Wolken, bis endlich Labrador auftauchte. Der
Flug folgte der
Ostküste Kanadas und der Neuenglandstaaten, bei New York
ging es
merkbar nach unten, Manhattan war gut zu sehen. Bald danach
Beifall im
ganzen Flugzeug, die Landung war einigermaßen sanft
ausgefallen. Nur
noch die Einreisekontrolle! Nur ist gut. Mit einem Video,
das wir in der
im Schneckentempo vorankommenden Warteschlange mindesten 5
Mal genießen konnten, wurde uns erklärt, die Einreiseformalitäten seien „as
easy as one, two, three“. Waren sie aber nicht. Wir hatten auf den
Einreisepapieren, die wir schon im Flugzeug ausgefüllt
hatten, die
Hausnummer der McLean High School offengelassen, weil wir
sie nicht
wussten. Das war für die Beamten in Washington ein Problem.
Einige von
uns hatten einfach eine möglichst vierstellige Nummer
erfunden und
eingesetzt. Die kamen ohne Probleme durch. Von den anderen
wurden einige doch von der Sicherheitskontrolle ganz schön zur Schnecke
gemacht. Das Gepäck war tatsächlich trotz des kurzen Aufenthalts in Paris
korrekt und vollständig mit uns in Washington angekommen, nur Jonathan vermisste seines und leugnete hartnäckig, dass der einzige
herrenlose Koffer auf dem ganzen Flughafen seiner war, bis wir ihn
anhand des Kofferschildes überzeugen konnten.
Gretta Sandberg und Phil Rosenfelt empfingen uns schon am
Flughafen, die
Gastfamilien warteten an der Schule in McLean. Dort hatte
ein riesiger
Findling vor dem Gebäude eine schwarz-rot-goldene Bemalung
verpasst
bekommen und die Aufschrift „Wilkomme DJO“. Nahezu
ausgeschlafen kamen dann alle heute Morgen zur ersten Probe, Frau Sandberg war
sehr zufrieden. Abends gab es ein großes Pizza-Essen, danach Laser adventure im
Ultrazone, the hottest game spot in town. Die Gastgeberschüler hatten das ins Programm gebracht, viele von uns kannten es schon.
Na ja.
Überhaupt fühlen sich wohl alle Gastschüler in ihren
Familien wohl,
und wenn es Probleme gibt, können sie mit einem vernünftigen
Gespräch
aus der Welt geschafft werden. Morgen geht es nach Mt.
Vernon, davon
morgen Abend mehr.