In Geldnot


Das Detmolder Jugendorchester braucht Geld, um Schulden zu begleichen. Die jungen Musiker haben so richtig viel Pech gehabt: Das Reisebüro, das den Flug für den geplanten Amerika-Trip mit Besuch der amerikanischen McLean Partner-High-School organisieren sollte, hat das eingezahlte Geld nicht an die Fluggesellschaft weitergeleitet oder in einen falschen Kanal gelenkt.  Am Montag vor dem Abflug rief Iceland-Air an und teilte mit, es gebe keine Flugtickets, weil bei ihnen kein Geld eingegangen sei. Den Reisepreis von rund 28.000 Euro hatte Herr Mönks vier Wochen vorher bereits auf das Konto des Reisebüros eingezahlt. Das Projekt wäre deshalb fast ins Wasser gefallen, hätten nicht Sponsoren und ein großzügiger Kredit die Unternehmung gerettet. Nun stehen die Musiker vor der Aufgabe, das Geld für die Rückzahlung von rund 8000 Euro aufzubringen. Sie sehen eine gute Chance, das zu schaffen: mit ihrem musikalischen Können, das sie in den kommenden Wochen mit interessanten Konzerten einem großen Publikum anbieten. Zwei solcher Events stehen kurz bevor. Inzwischen ist der Vertragspartner der Amerika-Reise wieder in sein Office zurückgekehrt, nachdem er für die Grabbianer wochenlang unerreichbar gewesen ist. Ein Versuch, den eingezahlten Reisebetrag auf dem Weg gütlicher Einigung zurückzuholen, ist dem Vernehmen nach gescheitert. Die Schule muss nun versuchen, sich das Geld mit einem Antwalt zurückzuholen. Sie wirft dem Reisebüro betrügerisches Handeln vor, wenn das zuviel gezahlte Geld nicht zurücküberwiesen wird.