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Doppelt genäht hält besser

Von Hajo Gärtner (Text) und Lisa Korte (Fotos/Film)

Udo Mönks stellte es in einer kurzen Ansprache klar: Es gehe nicht darum, Geld zu beschaffen. Die jungen Musiker des Detmolder Jugendorchesters hätten ihre Konzert-Offensive vielmehr aus Freude an der Musik gestartet und um ihrem Publikum einen Hörgenuss zu verschaffen. Wenn dabei auch noch ein bischen Geld herausspringt, um die Schulden im Gefolge der doppelt bezahlten Flugtickets nach Amerika zu begleichen, dann sei das dem Orchester aber durchaus recht. Und so boten sie ihrem durchaus großen Publikum in zwei Heimspielen eine grandiose Aufführung. Weil doppelt genäht besser hält. So konnten sich DJO-Freunde und Fans der klassischen Musik ein Bild davon machen, wie der Klangkörper in Amerika (McLean High School) gewirkt haben muss, denn die dort aufgeführten Werke standen auch in der Neuen Aula mit ihrer tollen Akustik auf dem Programm. Rund 600 Zuhörer kamen zu den beiden Konzerten, sparten nicht am Zwischenapplaus und belohnten die Akteure am Ende mit einem ausgedehnten Abschlussapplaus. Das Jugendorchester kam nicht ohne Zugabe aus der Neuen Aula heraus und legte einmal den Kaiserwalzer, dann die ,,Cadenza für 6 Pauken" von Peter Sadlo oben drauf. Wie ein Fels in der Brandung stand Manuel Westermann an seinem Trommel-Ensemble: Die Geigen gaben den Ton an, Manuel Westermann den Rhythmus. Begeisterung lösten seine Alleingänge aus: zum Beispiel ,,O when the saints go marching on" auf Trommeln. Das marschierte! Aber auch alle anderen Akteure standen dem an Enthusiasmus nicht nach und zeigten perfektes Zusammenspiel: So war die Aula erfüllt vom  homogenen Klangbild eines starken Klangkörpers.
Wenn Westermann aufspielte, dann war auch immer ein zweiter Mann im Spiel: Musikhochschulstudent Viacheslav Zaharov wechselte sich mit Orchesterleiter Udo Mönks am Taktstock ab.

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