Zwei glanzvolle Juni-Konzerte in der Neuen Aula: opulente Werke von Wagner und Gershwin
Von Hajo Gärtner
LZ-Rezensent Andreas Schwabe attestiert den Musikern eine reife Leistung: ,,Detmolder Jugendorchester meistert anspruchsvolles Programm", titelt er in der Unterzeile der Überschrift. Hauptzeile: ,,Ein Überflieger am Klavier". Gemeint ist Soohong Park, der nicht nur ,,diesen vertrackten Triller'' hinbekommen hat, sondern auch ,,die brillanten Kaskaden, die rhythmischen Raffinessen und kreuzweise übereinander her springenden Hände'', das Ganze im ,,dichten Dialog mit dem Orchester". Auf dem Programm stand die Rhapsodie in Blue, jenes ,,Bravourstück, mit dem George Gershwin den Jazz im Konzertsaal etabliert hat". Eine Komposition, die dem Komponisten alles abverlange. Soohong Park hat alles gegeben und das Konzertpublikum in Begeisterung versetzt. Nicht nur er. Schwabe hebt auch Daniel ,,Klarinette" Romberger hervor, ,,mit jener frischen Phrasierung, die jeden Zuhörer sofort für das Kommende einnimmt". Ein Rezensent muss natürlich immer auch einen kritischen Aspekt finden und benennen: Christina Petersen habe sich ,,nicht ganz so eindrucksvoll in Szene setzen" können, weil ,,das Orchester sie häufig etwas zudeckte". Nichtsdestotrotz spiele sie eine ,,tolle Viola", wie die Zugabe bewiesen habe. Schwabes Abschlussurteil: ,,Das Orchester konnte die vielen Talente in seinen Reihen in den ganz schön schweren Polowetzer Tänzen von Alexander Borodin besonders schön ins Rampenlicht stellen."